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Wir über uns
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Seit den frühen 90er Jahren hat die Häufigkeit der Antibiotikaresistenz bei fast allen wichtigen Infektionserregern weltweit deutlich zugenommen. Die regionalen Unterschiede sind dabei erheblich. Unterschiede lassen sich aber nicht nur in verschiedenen Ländern, sondern auch in verschiedenen Krankenhäusern einer Stadt oder sogar innerhalb einer Klinik auf verschiedenen Stationen feststellen. Die Deutung der lokalen Resistenzsitution setzt das Wissen der überregionalen Resistenzlage und der epidemiologischen Zusammenhänge insgesamt voraus. Im mitteleuropäischen Raum (Deutschland, Schweiz und Österreich) wird die überregionale Resistenzlage seit mehr als 25 Jahren von der Arbeitsgemeinschaft Resistenz in der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie untersucht. Die Arbeitsgemeinschaft wurde zu Beginn der 70er Jahre von Professor Dr. Bernd Wiedemann in Frankfurt gegründet und die Arbeit in Form einer Längsschnittstudie 1975 in Zusammenarbeit mit zunächst 15 ausgewählten Instituten begonnen. Heute sind an den Untersuchungen regelmäßig etwa 30 Laboratorien beteiligt. Darüber hinaus hat die Arbeitsgemeinschaft 1990 an einer europaweiten Studie zur Feststellung der überregionalen Resistenzlage in Gesamteuropa mitgewirkt. Ziele Methoden Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, werden in allen Laboratorien immer die gleichen Methoden der Identifizierung der Bakterienstämme und der Empfindlichkeitsprüfung angewendet. Als Methode der Empfindlichkeitsprüfung wurde zunächst der Agar-Diffusionstest und seit 1982 die Mikrodilution jeweils nach der DIN-Norm verwendet. Zur Einstufung der Bakterien als empfindlich oder resistent fanden zunächst primär die Empfehlungen der DIN 58940 Berücksichtigung. In der Studie von 2007 wurden erstmals die vom EUCAST veröffentlichten Spezies-spezifischen Grenzwerte verwendet. Über die individuelle Datenabfrage sind auch die Daten der Studien von 2001 und 2004 auf der Basis der EUCAST-Grenzwerte abrufbar. Für Antibiotika, für die vom EUCAST (noch) keine Bewertungsgrenzen festgelegt wurden, werden andere Empfehlungen herangezogen. Um methodische Fehler in den Labors erkennen und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Labors bestimmen zu können, werden Referenzstämme mit in die Empfindlichkeitsprüfungen einbezogen. Die Ergebnisse der Identifizierung und der Empfindlichkeitsprüfung werden zusammen mit den Informationen über die Art und Herkunft des Untersuchungsmaterials sowie einige demographische Daten auf computerlesbaren Datenbögen dokumentiert. Die Ergebnisse werden zentral auf einer EDV-Anlage erfaßt und mit Hilfe einer Statistik-Software (SAS) ausgewertet.
Leiter der Arbeitsgemeinschaft und Studienorganisation: Dr. Michael Kresken Tel.: +49 / (0)2226 / 908 912 Stellvertreter: Tel.: +49 / (0)69 / 630 164 38 Datenerfassung und Datenauswertung: Dr. Dieter Hafner |