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heute ist der 10.12.2018  letzte Änderung am 07.12.2018 

Aktuelles

Die Rolle von Bakterien bei der koronaren Herzkrankheit

Kiel – An der koronaren Herzkrankheit, bei der fetthaltige, verkalkte Ablagerungen die Herzkranzgefäße einengen, scheint auch eine entzündliche Komponente beteiligt zu sein, deren Mechanismus jedoch bislang nicht im Detail bekannt ist. Eine Studie des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) konnte jetzt zeigen, dass häufig zahlreiche Bakterien in den Ablagerungen leben. Sie könnten für die Krankheit mitverantwortlich sein. Die Arbeitsgruppe publizierte ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Circulation (2006; 113: 929 – 937).

Wissenschaftler des NGFN vom Institut für klinische Molekularbiologie der Universität Kiel konnten eine Vielzahl von Keimen in jedem der untersuchten Patienten nachweisen. Insgesamt identifizierten sie mehr als 50 verschiedene Erreger. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass nicht eine Infektion mit einem Bakterium allein die Ursache für die Entzündung der Arterienwand sein kann. Die Kombination der vielen unterschiedlichen Erreger weist eher auf ein Problem an unseren Barriereorganen wie Lunge oder Darm hin. Dabei ist es letztendlich unklar, ob die Bakterien schon früh beteiligt sind oder erst später Teil der Veränderungen werden, die unser Herz in Gefahr bringen“, erläuterte der Leiter der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Stefan Schreiber.

Die Wissenschaftler ordneten die gefundenen Erreger bestimmten Gruppen zu. „Wir haben Bakterien identifiziert, die eigentlich im Mundraum vorkommen oder zum Beispiel als Erreger von Entzündungen der Haut oder der Atmungsorgane beschrieben werden. Aber unter den Erregern befinden sich auch völlig neue Bakterienstämme“, erklärte Dr. Stephan Ott aus der Kieler Arbeitsgruppe.

Unbeantwortet bleibt allerdings die Frage, ob der Bakterienbefall die Ursache für die koronare Herzerkrankung ist, oder ob sich die Erreger erst im späteren Krankheitsverlauf anreichern. „Die Ergebnisse unserer Studie können das nicht eindeutig klären“, erläuterte Prof. Dr. Rüdiger Simon, Direktor der Klinik für Kardiologie in Kiel.

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Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom 2. März 2006

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