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heute ist der 18.01.2018  letzte Änderung am 15.01.2018 

Aktuelles

Robert Koch-Institut: „Keine Entwarnung bei der Tuberkulose“

Berlin - Die Tuberkulose ist in Deutschland weiter auf dem Rückzug: Im Jahr 2004 hat das Robert Koch-Institut (RKI) 6.583 Tuberkulose-Erkrankungen registriert, im Vorjahr starben 7166 Tuberkulose-Patienten (3,7 Prozent) an den Folgen der Infektionskrankheit. An der offenen Form der Lungentuberkulose, die ein Infektionsrisiko für die unmittelbare Umgebung darstellt, litten 3.707 Menschen.

Das RKI warnte jedoch davor, die Tuberkulose zu unterschätzen. „Die Gesundheitsämter müssen ausreichend finanziert werden, um jeden einzelnen Tuberkulose-Fall von der Diagnosestellung und dem Therapiebeginn bis zum Abschluss der Behandlung zu begleiten und durch rasche Umgebungsuntersuchungen mögliche weitere Fälle rechtzeitig zu finden“, betonte Prof. Dr. Reinhard Kurth, Präsident des RKI, im Vorfeld des Welttuberkulosetags am 24. März. „Am meisten gefährdet sind die sozial Schwächeren“, erklärte Robert Loddenkemper von der Lungenklinik Heckeshorn, Berlin, und Generalsekretär des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK).

Auch eine HIV-Infektion sei ein Risikofaktor, weil das durch HIV geschwächte Immunsystem den Tuberkulose-Bakterien kaum etwas entgegenzusetzen habe. Außerdem spiele die Resistenzsituation eine wichtige Rolle in der Tuberkulose-Kontrolle. Die vorliegenden Daten zeigten eine Zunahme resistenter Erreger. So sei der Anteil von Erregern, die gegen mindestens eines der fünf Standardmedikamente resistent seien, von 11,1 Prozent im Jahr 2001 auf 13,9 Prozent im Jahr 2004 angestiegen. Auch der Anteil von multiresistenten Erregern (gleichzeitige Resistenz gegenüber Isoniazid und Rifampicin) sei mit 2,5 Prozent gegenüber den Vorjahren (2003: 2,1 Prozent; 2002: 2,0 Prozent) weiter gestiegen.

Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 20. März 2006

Aktuelles
Lungenpest
Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) veröffentlicht Hinweise zur Therapie.
vom 09.01.2018

Leitlinie Parenterale Antibiotika veröffentlicht
Die S2k-Leitlinie "Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018" wurde veröffentlicht.
vom 05.01.2018

HPV
Überarbeitete Leitlinie für die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit manifester nicht-invasiver anogenitaler HPV-Infektion veröffentlicht.
vom 15.11.2017

Invasive Pilzinfektionen
Experten-Statement über Nonresponder und Durchbruchinfektionen unter antimykotischer Medikation veröffentlicht
vom 21.09.2017

Wolfgang-Stille-Preis 2018
Der Wissenschaftspreis der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) ist jetzt zum zehnten Mal ausgeschrieben worden. Er wird zur Erinnerung an den Infektiologen und früheren Vorsitzenden der PEG, Professor Dr. Wolfgang Stille (1935-2004), verliehen.
vom 31.08.2017

Impfempfehlungen der STIKO für 2017/2018 veröffentlicht
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht, wie üblich im Epidemiologischen Bulletin 34. Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus...
vom 30.08.2017

PEG-Resistenzstudie 2013_Cdiff
Bericht über die Resistenzsituation bei Clostridium difficile
vom 13.07.2017

NAK-Publikation
Das Nationale Antibiotika-Sensitivitätstest-Komitee (NAK) hat im Ärzteblatt einen Artikel über die Bedeutung der Grenzwerte veröffentlicht.
vom 12.07.2017