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heute ist der 11.12.2018  letzte Änderung am 07.12.2018 

Aktuelles

Welttuberkulosetag: WHO meldet gute Fortschritte – Ausnahme Afrika und Osteuropa

Genf - Die Tuberkulose ist nicht nur in den Industrieländern auf dem Rückmarsch. Auch in vielen Hochendemie-Regionen der Entwicklungsländer gibt es Fortschritte, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des Welttuberkulosetags am heutigen Freitag mitteilt.

Drei der sechs Weltregionen würden das angestrebte Ziel einer Tuberkulosekontrolle erreichen, verlautete aus Genf. Es handelt sich dabei um den amerikanischen Kontinent, Südostasien und den westlichen Pazifik. Hier würden 70 Prozent der Tuberkuloseerkrankungen erkannt und 85 Prozent dieser Fälle bis Ende 2005 auch behandelt, heißt es in dem Global Tuberculosis Control Report 2006. 26 Länder hätten das Ziel bereits ein Jahr zuvor erreicht, darunter auch die europäischen Länder Bosnien/Herzegowina und Bulgarien. Fünf weitere Hochendemie-Regionen – Kambodscha, China, Indien, Indonesien und Myanmar – sollen das Ziel 2005 erreicht haben, obwohl die letzte Bestätigung noch fehlt. Der Generaldirektor der WHO, Lee Jong-wook, sagte, die Zahlen würden beweisen, dass sich die Investitionen auszahlen. Selbst in Ländern mit enormen finanziellen Einschränkungen würden gute Ergebnisse erzielt.

Die WHO schätzt, dass im Jahr 2004 1,7 Millionen Menschen an einer Tuberkulose gestorben sind. In diesem Jahr kam es außerdem zu 8,9 Millionen Neuerkrankungen. Dies stellt bezogen auf die Bevölkerung einen Anstieg um ein Prozent dar, der eine Folge der Tuberkulose-Krise in Afrika ist. Dort erkranken viele HIV-Patienten infolge der Immunschwäche an Tuberkulose. Ein weiterer Negativpunkt in der Bilanz ist die hohe Prävalenz von multiresistenten Tuberkuloseerregern (MDR-TB) in Osteuropa.

In der vergangenen Woche hatte die WHO im Lancet ihre neue Strategie für die Jahre 2006 bis 2015 vorgestellt. Kern bleibt die DOTS-Strategie (directly-observed treatment short-courses), bei der die Medikamenteneinnahme unter direkter Aufsicht von Gesundheitspersonal erfolgt. Mit DOTS wurden laut WHO im letzten Jahrzehnt weltweit beinahe 22 Millionen Patienten erreicht. Der neue “Stop TB”-Plan definiert für die nächsten Jahre fünf weitere Ziele.

Dies ist einmal die stärkere Berücksichtigung der HIV-Ko-Infektionen und der multiresistenten Tuberkulose. Dann müssten die Gesundheitssysteme stärker als bisher unterstützt werden, alle Gesundheitsversorger einbezogen, die Position der Patienten gestärkt und schließlich die Forschung vermehrt gefördert werden. Maßgebliche Unterstützung erhofft sich die WHO von der „Bill and Melinda Gates Foundation“, die bereits 900 Millionen US-Dollar bis 2015 versprochen habe. Europäische Regierungen und Geldgeber sollten sich daran ein Beispiel nehmen, war in der vergangenen Woche in einem Lancet-Kommentar zu lesen.

Links zum Thema

Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 24. März 2006

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