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heute ist der 19.01.2018  letzte Änderung am 15.01.2018 

Aktuelles

Bakterien sollen als Antibotika-Produzenten arbeiten

Norwich/Tübingen – Einen Ansatz zur Entwicklung neuer Antibiotika haben Wissenschaftler der Universität Tübingen und des John Innes Centre im britischen Norwich entwickelt. Ihre Strategie ist, normalerweise harmlose Streptomyces-Bakterien für sich arbeiten zu lassen. Das Bakterium kommt natürlicherweise im Boden vor und produziert durch gentechnische Veränderungen neue Antibiotika, die möglicherweise gegen Krankheitserreger wie die multiresistenten Staphylococcus-aureus-Bakterien (MRSA) eingesetzt werden könnten. Ihre Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet haben die Wissenschaftler vom Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen und des John Innes Centre in der Fachzeitschrift der US-amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie „Antimicrobial Agents and Chemotherapy“ publiziert (2006; 50(4): 1136-1142).

Streptomyces-Bakterien stellen natürlicherweise Antibiotika her, um andere Bakterien im Boden abzutöten. Diese Antibiotika lassen sich nach Angaben der Wissenschaftler allerdings nicht direkt als Medikamente beim Menschen einsetzen. Die Wissenschaftler haben zwei der natürlichen Antibiotika namens Novobiocin und Clorobiocin näher untersucht, um herauszufinden, welche Teile der Moleküle essenziell für die Wirkung gegen Bakterien sind. Ihr Ergebnis: Die Wirkung der Antibiotika Novobiocin und Clorobiocin beruht darauf, dass sie die richtige Verpackung des Erbguts in den Bakterienzellen verhindern. In menschlichen Zellen können sie keinen Schaden anrichten, weil die DNA dort auf andere Weise verstaut wird. Die Forscher sind zuversichtlich, dass sich diese Antibiotika durch gezielte Veränderungen in Zukunft gegen bakterielle Infektionen beim Menschen verwenden lassen.

Links zum Thema

Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Dienstag, 11. April 2006

Aktuelles
Lungenpest
Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) veröffentlicht Hinweise zur Therapie.
vom 09.01.2018

Leitlinie Parenterale Antibiotika veröffentlicht
Die S2k-Leitlinie "Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018" wurde veröffentlicht.
vom 05.01.2018

HPV
Überarbeitete Leitlinie für die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit manifester nicht-invasiver anogenitaler HPV-Infektion veröffentlicht.
vom 15.11.2017

Invasive Pilzinfektionen
Experten-Statement über Nonresponder und Durchbruchinfektionen unter antimykotischer Medikation veröffentlicht
vom 21.09.2017

Wolfgang-Stille-Preis 2018
Der Wissenschaftspreis der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) ist jetzt zum zehnten Mal ausgeschrieben worden. Er wird zur Erinnerung an den Infektiologen und früheren Vorsitzenden der PEG, Professor Dr. Wolfgang Stille (1935-2004), verliehen.
vom 31.08.2017

Impfempfehlungen der STIKO für 2017/2018 veröffentlicht
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht, wie üblich im Epidemiologischen Bulletin 34. Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus...
vom 30.08.2017

PEG-Resistenzstudie 2013_Cdiff
Bericht über die Resistenzsituation bei Clostridium difficile
vom 13.07.2017

NAK-Publikation
Das Nationale Antibiotika-Sensitivitätstest-Komitee (NAK) hat im Ärzteblatt einen Artikel über die Bedeutung der Grenzwerte veröffentlicht.
vom 12.07.2017