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China: Todesfälle nach Clindamycin-Injektionen
Shanghai - Mindestens drei, nach anderen Presseberichten sogar sechs Menschen, sind in China nach intravenöser Injektion des Antibiotikums Clindamycin gestorben. Weitere 81 Komplikationen sind der staatlichen Arzneibehörde SFDA gemeldet worden. Die tatsächliche Anzahl der Opfer könnte jedoch weitaus höher sein, denn der Hersteller, eine Tochter von Shanghai Worldbest Co. Ltd, hat 760.000 Fläschchen der Charge Nr. 06062602 zurückgerufen, welche an 10 Provinzen des Landes ausgeliefert worden waren.
Die Ursache der Zwischenfälle ist noch unbekannt. Bereits nach dem ersten Todesfall (ein 6-jähriges Mädchen) hatte die SFDA jedoch reagiert und den Vertrieb des Antibiotikums untersagt. Seither treffen aus allen Teilen des Landes Berichte über Patienten ein, die über Nierenschmerzen, Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen oder Brustschmerzen klagten, nachdem sie mit dem Präparat behandelt worden waren, dessen Wirkstoff als Clindamycinphosphat-Glukose angegeben wird.
In den letzten Monaten hatte es gleich mehrere Arzneiskandale in China gegeben. Zuletzt war der Firma Qiqihar No.2 Pharmaceutical Co. Ltd die Lizenz entzogen worden, nachdem 11 Menschen nach der Einnahme eines Mittels zur Behandlung von Magenbeschwerden gestorben waren.
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Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 9. August 2006
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