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Antibiotika und Otitis media
Das Deutsche Ärzteblatt (DÄ) berichtet in seiner Ausgabe vom 13. September 2006 über eine Studie zur Vermeidung eines übermäßig hohen Einsatzes von Antibiotika zur Behandlung der Otitis media.
Der Artikel basiert auf den Ergebnissen einer kürzlich im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2006; 296: 1235-1241) publizierten Studie. Aus der Notfallambulanz erhielten die Eltern der erkrankten Kinder anstatt des Standardrezeptes ein sogenanntes Eventualrezept. Wie die Studie zeigt, wurden die meisten Rezepte nicht eingelöst. Damit konnte ein übermäßiger Einsatz von Antibiotika verhindert werden. Eine Antibiotikatherapie bei der akuten Otitis media ist meist nicht erforderlich, weil die weitaus größte Zahl der Infektionen von Viren verursacht wird. Zur Behandlung viraler Infektionen reicht in der Regel die Gabe eines nichtsteroidalen Antiphlogistikums (zum Abschwellen der Schleimhäute und Wiederbelüftung der Paukenhöhle) und schmerzlindernder Ohrentropfen aus. /mk
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