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heute ist der 11.12.2018  letzte Änderung am 07.12.2018 

Aktuelles

Priv.-Doz. Dr. van Lunzen mit dem Wolfgang-Stille-Preis ausgezeichnet

Der diesjährige Wolfgang-Stille-Preis (Wissenschaftspreis) der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) wurde Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Jan van Lunzen und seiner Arbeitsgruppe aus der Sektion Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf für ihre Arbeit über gentherapeutische Ansätze der HIV-Infektion zuerkannt.

PD Dr. van Lunzen (Mitte)
Der von Pfizer Pharma Deutschland gestiftete Preis ist mit 10.000,- Euro dotiert. Er erinnert an den Infektiologen und früheren Vorsitzenden der PEG, Professor Dr. Wolfgang Stille (1935-2004). Die Preisverleihung fand im Rahmen der 21. Jahrestagung der PEG am 9. Oktober in Bonn statt. Die PEG würdigt mit dem alle zwei Jahre verliehenen Preis herausragende Forschungsarbeiten auf den Gebieten Infektiologie und Medizinische Mikrobiologie. Das Bild zeigt Priv.-Doz. Dr. van Lunzen (Mitte) mit Professor Wolfgang Graninger (Vize-Präsident der PEG, im Bild rechts) und Ralf-Rüdiger Klempt von Pfizer Pharma Deutschland bei der Presiverleihung.

Herr Priv.-Doz. Dr. van Lunzen nahm den Preis stellvertretend für seine eigene Arbeitsgruppe und die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. med. Dorothee von Laer, Georg-Speyer-Institut, Universität Frankfurt a. M. entgegen. Die Arbeitsgruppe von Frau Professor von Laer erarbeitete die grundlagenwissenschaftlichen Voraussetzungen für die prämierte klinische Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. van Lunzen in enger Kooperation mit den Frankfurter Wissenschaftlern durchgeführt wurde.

Die Forscher haben einen gentherapeutischen Ansatz entwickelt, bei dem autologe T-Helferzellen durch den Transfer eines Gens resistent gegen eine Infektion mit dem HIV gemacht werden. Das therapeutische Gen wird mittels eines retroviralen Vektors (Genfähre) stabil in das Genom (Erbgut) der Zielzellen integriert und codiert für die stabile Expression eines fusionsinhibitorischen Peptids auf der Oberfläche der transfizierten (gentherapeutisch veränderten) Zellen. Hierdurch wird eine Fusion des Virus mit der Zielzelle verhindert. In vitro Versuche zeigten eine nahezu 100%-ige Inhibition selbst bei Viren, die resistent gegen herkömmlich eingesetzte antiretrovirale Substanzen waren. Folglich wurden Patienten mit multiresistenten Virusstämmen und weit fortgeschrittenem Immundefekt in die prämierte Studie eingeschlossen. Diese Patientengruppe hatte kaum andere Therapieoptionen und war daher lebensbedrohlich erkrankt.

Es konnte die Sicherheit und Verträglichkeit, sowie die immunstabilisierende Wirkung der untersuchten Gentherapie gezeigt werden. Die applizierten Zellen konnten noch Jahre nach dem autologen Transfer in Blut, Knochenmark und Lymphknoten nachgewiesen werden. Alle Patienten haben bislang bei einer medianen Nachverfolgungszeit von 3 Jahren ohne schwerwiegende Nebenwirkungen überlebt. Diese Ergebnisse sind von besonderer Bedeutung für langjährig therapierte Patienten mit resistenten HI-Viren und schwerem Immundefekt. Die Resultate der Studie wurden von der Arbeitsgruppe in der renommierten Fachzeitschrift „Molecular Therapy“, dem Organ der amerikanischen Gesellschaft für Gentherapie veröffentlicht. Eine Anschlußstudie unter Verwendung von peripheren Stammzellen wird derzeit durch das BMBF gefördert.   

Über den Sponsor
Pfizer ist das größte Pharmaunternehmen weltweit und führend in Europa. Als innovativ forschendes Unternehmen sind die therapeutischen Kernbereiche von Pfizer: Infektiologie/HIV, Onkologie, Herzkreislauf, Zentrales Nervensystem, Atemwegserkrankungen, Thrombose und Innere Medizin.

Aktuelles
Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Bedeutung von I veröffentlicht
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Professor Tobias Welte ist neuer Präsident der PEG
Im Rahmen der 26. Jahrestagung in Wien hat die Mitgliederversammlung der PEG am 5. Oktober 2018 einen neuen Vorstand gewählt.
vom 09.10.2018

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Der mit 10.000,- Euro dotierte Wolfgang-Stille-Preis (Wissenschaftspreis) der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) wird in diesem Jahr an eine Arbeitsgruppe der Charité Universitätsmedizin Berlin mit herausragenden Ergebnissen verliehen.
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Nachricht aus dem Robert Koch-Institut
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