Paul-Ehrlich-Gesellschaft | Impressum | Kontakt
Mitgliederlogin:


heute ist der 17.01.2018  letzte Änderung am 15.01.2018 

Aktuelles

Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus

Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts (RKI)

Das Robert Koch-Institut wurde am 22.11.2012 im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften informiert, dass ein weiterer Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus (hCoV-EMC) bei einem Patienten aus Katar bestätigt worden ist. Der Patient wurde nach Symptombeginn im Oktober zunächst in Katar im Krankenhaus behandelt, dann aber aufgrund seiner schweren Atemwegssymptomatik in eine Speziallungenklinik nach Deutschland verlegt. Nach der dort erfolgten intensivmedizinischen Behandlung hat sich sein Zustand deutlich gebessert, so dass er diese Woche aus der Klinik entlassen werden konnte.

Proben des Patienten waren aus Katar nach Großbritannien geschickt und dort auf das neuartige Coronavirus untersucht worden. Die Health Protection Agency (HPA) bestätigte den Nachweis des neuartigen Coronavirus.

In der Klinik in Nordrhein-Westfalen, in der der Patient vier Wochen lang erfolgreich behandelt wurde, wurden keine Erkrankungen beim medizinischen Personal berichtet. Eine ausführliche Befragung aller Kontaktpersonen wird durch die Klinik und das zuständige Gesundheitsamt derzeit eingeleitet. Das Robert Koch-Institut hat in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, den Landesbehörden und den Gesundheitsämtern vor Ort die Koordination der Untersuchungen und Befragungen in Deutschland im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften übernommen.

Der Fall ist der fünfte bekannt gewordene Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus; bisher wurden ein weiterer Fall aus Katar und drei Fälle aus Saudi-Arabien bestätigt. Auffallend ist bei den meisten Patienten die kombinierte Entwicklung eines schweren Atemnotsyndroms und eines akuten Nierenversagens. Zwischen den einzelnen Fällen bestand kein epidemiologischer Zusammenhang, und sie traten in größeren zeitlichen Abständen auf. Es wird weiterhin von sporadischen Infektionen unbekannter Ursache in diesen beiden Ländern ausgegangen. Es gibt derzeit keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Die Risikoeinschätzung des Robert Koch-Instituts bleibt deshalb weiterhin, dass das Erkrankungsrisiko in Deutschland sehr gering ist.

Das Robert Koch-Institut hatte nach Auftreten der ersten Fälle im September 2012 den öffentlichen Gesundheitsdienst und ein Netzwerk von Intensivstationen informiert und Informationen auf seine Internetseiten gestellt. Ein labordiagnostischer Test, der im RKI verfügbar ist, ermöglicht den spezifischen Nachweis des Virus. Es ist geplant, die im Rahmen der Diagnostik entnommenen Patientenproben im Robert Koch-Institut zu untersuchen, um die neue Viruserkrankung besser zu charakterisieren. Ein Verdacht auf eine Erkrankung durch das neuartige Coronavirus ist unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Allgemeine Informationen zu dem neuartigese Coronavirus sind auf den Internetseiten des RKI abrufbar unter http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/C/Corona/Corona_node.html

Schwere Erkrankungen, welche die Falldefinition erfüllen, sind auf Grundlage von § 6 Abs. 1 Nr. 5a IfSG  an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Aktuelles
Lungenpest
Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) veröffentlicht Hinweise zur Therapie.
vom 09.01.2018

Leitlinie Parenterale Antibiotika veröffentlicht
Die S2k-Leitlinie "Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018" wurde veröffentlicht.
vom 05.01.2018

HPV
Überarbeitete Leitlinie für die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit manifester nicht-invasiver anogenitaler HPV-Infektion veröffentlicht.
vom 15.11.2017

Invasive Pilzinfektionen
Experten-Statement über Nonresponder und Durchbruchinfektionen unter antimykotischer Medikation veröffentlicht
vom 21.09.2017

Wolfgang-Stille-Preis 2018
Der Wissenschaftspreis der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) ist jetzt zum zehnten Mal ausgeschrieben worden. Er wird zur Erinnerung an den Infektiologen und früheren Vorsitzenden der PEG, Professor Dr. Wolfgang Stille (1935-2004), verliehen.
vom 31.08.2017

Impfempfehlungen der STIKO für 2017/2018 veröffentlicht
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht, wie üblich im Epidemiologischen Bulletin 34. Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus...
vom 30.08.2017

PEG-Resistenzstudie 2013_Cdiff
Bericht über die Resistenzsituation bei Clostridium difficile
vom 13.07.2017

NAK-Publikation
Das Nationale Antibiotika-Sensitivitätstest-Komitee (NAK) hat im Ärzteblatt einen Artikel über die Bedeutung der Grenzwerte veröffentlicht.
vom 12.07.2017