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Die Leishmaniasis gehört nach der Malaria zu den Tropenkrankheiten mit den weltweit höchsten Todesraten. Auch in Deutschland steigen die Fallzahlen aufgrund erhöhter Reiseaktivitäten in endemische Gebiete und einer steigenden Zahl von immungeschwächten Personen, die besonders leicht infiziert werden. Mit Impavido® (INN: miltefosine) steht seit 2004 die erste orale Therapie zur Behandlung der Leishmaniasis auch in Deutschland zur Verfügung. Die Ergebnisse noch laufender und kürzlich abgeschlossener Studie zeigen, daß Miltefosin hochwirksam bei allen bisher untersuchten Arten der Leishmaniasis ist.
Bei viszeraler Leishmaniasis wurden in Indien in verschiedenen Studien Heilungsraten von 95% beobachtet. Bei günstigerer Verträglichkeit war Miltefosin damit ähnlich wirksam wie Amphotericin B. Eine kürzlich abgeschlossene Phase IV Studie in Indien und Nepal mit über 1000 Personen zeigte, dass die orale Therapie sicher, hochwirksam und auch zur ambulanten Anwendung geeignet ist.
In einer Studie in Äthiopien wurden 290 Personen, von denen bei 63 Patienten eine HIV-Coinfektion nachgewiesen war, mit Miltefosin behandelt. Weitere 290 Patienten erhielten in einer Vergleichsgruppe fünfwertiges Antimon. Die Heilungsraten waren in beiden Gruppen vergleichbar sind. Aufgrund der oralen Darreichungsform und der besseren Verträglichkeit ist Miltefosin daher das Mittel der Wahl bei der Behandlung der viszeralen Leishmaniasis.
Die Wirksamkeit von Miltefosin konnte auch in Studien mit verschiedenen kutanen Formen der Leishmaniasis nachgewiesen werden. In Boliven wurde von 97 Patienten mit mukokutaner Leishmaniasis, verursacht durch L. v. brasiliensis, nach 28 Tagen Behandlung mit Miltefosin ein deutlich höherer Anteil von Patienten geheilt als in der Kontrollgruppe, die über 90 Tage Amphotericin B erhielt. Eine weitere Studie in Bolivien, in der Patienten mit kutaner Leishmaniasis, verursacht durch L. v. brasiliensis, zeigt in der noch laufenden Nachbehandlung eine gleich gute Wirksamkeit für Miltefosin die Referenzbehandlung mit fünfwertigen Antimonaten. In Kolumbien wurden zudem mit hohe Heilungsraten Patienten mit Miltefosin behandelt, die bereits erfolglos mit Antimonaten vorbehandelt waren.
In kontrollierten Studien in Afghanistan, Pakistan und Iran konnte zudem bei der Behandlung von Infektionen durch L. major und L. tropica mit Miltefosin eine ähnliche bis bessere Wirkung gegenüber der Behandlung mit fünfwertigen Antimonaten beobachtet werden.
Die einfache orale Anwendung, sowie die gute Verträglichkeit und Wirksamkeit bei allen bisher untersuchten Leishmania-Spezies lassen Miltefosin als Mittel der Wahl bei der Behandlung der Leishmaniasis erscheinen.
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