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Einleitung
Extended-Spectrum ß-Lactamases (ESBLs) stellen ein zunehmendes Problem in der Therapie von Infektionen mit gramnegativen Bakterien dar. Sie sind in der Lage Drittgenerationscephalosporine durch Hydrolyse zu inaktivieren. Diese Studie untersucht daher das Auftreten von ESBLs am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Jahre 2004.
Material und Methoden
Ein Kollektiv von fünfzig ESBL-produzierenden Bakterien wurde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) im Jahre 2004 isoliert (1,9% Klebsiella pneumoniae, 0,8% Escherichia coli, 0,8% Klebsiella oxytoca). Die Minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) der folgenden Antibiotika wurden unter Verwendung von Micronaut-S Platten ermittelt: Ampicillin (AMP+/-Sulbactam, SUL), Amoxicillin+Clavulansäure (AMOXI+CLA), Piperacillin+SUL bzw. +Tazobactam (PIP+SUL, PIP+TAZ ), Cefuroxim (CEFU), Cefoxitin (COX), Cefotaxim (CTX+/-CLA), Ceftriaxon (CRO), Cefepim (CPM), Ceftazidim (CAZ+/-CLA), Imipenem (IMP), Meropenem (MER), Ertapenem (ERT), Gentamicin (GEN), Tobramycin (TOB), Amikacin (AMIK), Ciprofloxacin (CIP), Moxifloxacin (MOX), Doxycyclin (DOX) und Cotrimoxazol (COT). Die zur Auswertung herangezogenen Grenzwerte richten sich nach dem Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI).
Ergebnisse
Alle Isolate sind resistent gegenüber AMP (100%), während 76% bzw. 78% resistent sind gegenüber den Kombinationen AMP+SUL bzw. AMOXI+CLA. Nur 8% des Kollektivs zeigen Resistenz gegen PIP+TAZ. Hinsichtlich der Cephalosporine ergibt sich folgendes Bild betreffend der Resistenz: CAZ 26%, CPM 24%, COX 6%, CEFU 90%, CRO 84%, CTX 70%. 98% der isolierten Stämme sind klinisch empfindlich gegen Carbapeneme. Nur ein Isolat zeigte Resistenz gegenüber IMP und ERT (MER: intermediär). 38% sind resistent gegen DOX. In der Gruppe der Fluorchinolone sind 62% resistent gegen CIP, jedoch nur 48% gegen MOX. 66% werden in ihrem Wachstum durch GEN nicht beeinflusst - TOB (18%) und AMIK (12%) zeigten sich in der Gruppe der Aminoglycoside dagegen wirksamer. Im Vergleich der MHK von CAZ mit CAZ+CLA konnte der ESBL-Pänotyp in 96% der Fälle bestätigt werden.
Zusammenfassung
Im Vergleich zu anderen Krankenhäusern ist die ESBL-Prevalenz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sehr gering. Nahezu alle Infektionen (98%) könnten erfolgreich mit Carbapenemen behandelt werden. Mit Ausnahme eines Stammes, der sehr hohe MHK-Werte gegenüber den Carbapenemen zeigt. Dieser zeigt jedoch zugleich Empfindlichkeit gegenüber CIP, MOX und DOX.
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