zurück zur Übersicht | Epidemiologie von Toxoplasma und Risikofaktoren in Deutschland |
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Astrid M. Tenter
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Die Toxoplasmose ist weltweit eine der häufigsten parasitären Zoonosen. Der Erreger, Toxoplasma gondii, verfügt über ein breites Wirtsspektrum und eine Vielzahl potenzieller Infektionsstrategien. Eine horizontale Übertragung von T. gondii auf den Menschen kann vor allem auf zwei Wegen erfolgen: (1) durch orale Aufnahme von Dauerstadien (sporulierte Oozysten) aus der Umwelt, z. B. über Erde, Schmutz und Wasser, und (2) durch den Verzehr infektiöser Gewebezysten, die im Fleisch oder in Innereien von Tieren vorkommen können. Dabei ist die Frage nach der relativen epidemiologischen Bedeutung der verschiedenen Infektionsquellen nicht geklärt. Einerseits lässt sich bei humanen Populationen aus Ländern mit hohem Fleischkonsum eine höhere Seropositivität nachweisen als in solchen mit niedrigem Fleischkonsum, andererseits wurden auch bei bis zu 47 % rein vegetarisch lebender Menschen Antikörper gegen den Parasiten nachgewiesen.
Die Bedeutung dieser Faktoren variiert jedoch in verschiedenen Regionen und ethischen Gruppen. |
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