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Humorale und zelluläre Immunantwort im Rahmen der HPV Impfung

 

 

 


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Präsentation

Andreas M. Kaufmann
Charité Campus Benjamin Franklin
Gynäkologische Tumorimmunologie
Hindenburgdamm 30
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Fon: +49 / 30 / 8445 - 2756
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Die verschiedenen Impfstrategien gegen humane Papillomaviren (HPV) induzieren Immunreaktionen die prophylaktisch die primäre Infektion verhindern oder therapeutisch eine akute Infektion, Krebsvorstufen oder maligne Erkrankung bekämpfen sollen. Für die prophylaktische Wirksamkeit werden virus-neutralisierende Antikörper induziert, die sezerniert werden oder im Epithel vorliegen. Sie binden an Viruspartikel und unterbinden die Infektion der Epithelzelle. Die derzeit verfügbaren prophylaktischen HPV Impfstoffe induzieren spezifisches Serum IgG in sehr hohen Konzentrationen. Das Serum IgG korreliert mit dem protektiven Effekt der Impfung. Dennoch ist nicht endgültig gezeigt, dass dieses oder andere lokal sezernierte Antikörperisotypen bzw. eine zelluläre Immunantwort den Schutz vermitteln. Alle klinischen Studien mit den virus-like particles (VLP) basierten HPV Impfstoffen zeigten eine sehr effiziente Induktion von Antikörpertitern, die 100fach über jenen nach einer natürlichen Infektion liegen. Nach einem initialen Abfall bis ca. 18 Monate nach der Dreifachimpfung stabilisieren sich die Antikörpertiter bei einem Wert etwa 10fach über natürlichen Titern. Diese Konzentration ist bis 5 Jahre nach Impfung messbar. Bisher liegt die Serokonversionsrate und die Effektivität der Impfung bei 100% .Wie lange sie protektiv wirkt müssen nun Langzeitbeobachtungen zeigen.

Impfungen von Kindern im Alter von 9-15 Jahren im Vergleich zu jungen Frauen zeigten deutlich höhere Titer was auf einen besseren und anhaltenden Impfschutz bis in den Altersbereich hoher Infektionsgefahr hoffen lässt. Interessanteweise konnte für einen der beiden Impfstoffe, Cervarix® von GlaxoSmithKline, eine teilweise Kreuzprotektion mit den nahe verwandten HPV Typen 31 und 45 zu den Impfstofftypen HPV16 und 18 gemessen werden. Die Vakzine Gardasil® von Sanofi Pasteur MSD/Merck beinhaltet zusätzlich VLP der HPV Typen 6 und 11 und schützt vor 90% der Genitalwarzen.

Die Induktion von spezifischen Antikörpern durch Aktivierung von B-Zellen setzt die Induktion von Helfer T-Zellen voraus. Bisher wurden wenige Studien zur zellulären Immunantwort nach VLP Impfung durchgeführt. Es lassen sich aber starke proliferative T-Zellantworten und Zytokinsekretion in Geimpften demonstrieren.

Zu verschiedensten therapeutischen Impfstoffen wurden bisher etwa 30 klinische Studien publiziert. Trotz einer hohen Immunogenität in vitro und Effektivität im Tierexperiment blieben bei Patientinnen überzeugende Resultate aus. Infiltrierende zytotoxische T Zellen sind nach Impfung und auch natürlicherweise im Tumorgewebe identifizierbar. Die Immunevasion und Immunsuppression des Tumors scheint aber deren Effektivität zu verhindern.