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Mögliche Auswirkungen der HPV-Vakzine auf die Prävention des Zervixkarzinoms (Krebsvorsorge)

 

 

 


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Präsentation

Karl Ulrich Petry

Klinikum der Stadt Wolfsburg
Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe & Gyn. Onkologie
Sauerbruchstraße 7
D - 38440 Wolfsburg
Fon: +49 / 5361 / 80 - 1270
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Die Zulassung von zwei humane Papillomvirus (HPV) Vakzine darf in den nächsten Monaten  in Europa erwartet werden. Ziel ist die Protektion vor dem Zervixkarzinom und anderen HPV assoziierten Karzinomen. Die Impfung mit Gardasil (HPV 6/11/16/18) und Cervarix (HPV 16/18) war in allen Studien hoch wirksam und nebenwirkungsarm. Offensichtlich besteht ein partieller Schutz auch vor Infektionen mit HPV 45 und 31. Die Impfung wird das Risiko, an hochgradigen Präkanzerosen und invasiven Zervixkarzinomen zu erkranken um ca. 80% reduzieren. Angesichts der jahrzehntelangen Latenzzeit zwischen HPV-Infektion und Karzinomentstehung ist eine Reduktion der Karzinominzidenz erst langfristig zu erwarten. Bereits mittelfristig würde jedoch die Zahl hochgradiger Präkanzerosen im gleichen Ausmaß gesenkt. Da die Kosten der Abklärung und Therapie dieser intraepithelialen Neoplasien jährlich mehrere hundert Millionen Euro betragen, liegt hier ein erhebliches Einsparpotential durch die HPV-Vakzine. Auch bei HPV-geimpften Frauen sollte eine Vorsorge erfolgen. Angesichts des signifikant erniedrigten Risikos für hochgradige Neoplasien und einer Reduktion der Inzidenz leichter Atypien und HPV-Infektionen ist aber eine Änderung des Vorsorgekonzepts zu erwarten. Sinnvoll erscheinen nach HPV-Impfung eine Anhebung des Eintrittsalters für die Vorsorge auf 25 Jahre, ein primäres HPV-Screening und eine Verlängerung des Vorsorgeintervalls auf fünf Jahre für HPV-negative Frauen. Die Zytologie würde in diesem Modell nur noch zur Abklärung bei HPV positiven Teilnehmerinnen eingesetzt werden. Möglicherweise ist aber der Nachweis von p16INK4a besser zur weiteren Differenzierung von HPV positiven Tests geeignet als die Zytologie. Dieses Protein findet sich in HPV transformierten neoplastischen Zellen. Die bisherige Abklärung auffälliger zytologischer Befunde durch Konisation sollte vollständig durch nicht invasive und Differentialkolposkopie mit minimal invasiver Diagnostik ersetzt werden