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'Lepra: Epidemiologie, Diagnostik und Therapie', Version vom 17.03.2006, zum Druck erstellt am 24.07.2008 um 6:52 Uhr
Lepra: Epidemiologie, Diagnostik und Therapie
Köln - Die Diagnose Lepra sollte differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogen werden bei Immigranten und Reisenden mit einer chronischen Dermatitis, insbesondere wenn auch periphere Nerven beteiligt sind, so Gerd D Burchard in Heft 11, der kommenden Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl 2006; 103: A701-4). In Industrienationen wird bei Reisenden und Immigranten die Diagnose häufig erst spät gestellt. Die Schwere des Krankheitsbildes ist variabel und reicht von singulären Hautläsionen bis zu ausgeprägter Vaskulititis, Ulzera und Nekrosen.
Bei geringer Mykobakterienzahl kann die Infektion auch mit der Polymerasekettenreaktion nachgewiesen werden. Die paucibazilläre Lepra wird mit Dapson und Rifampicin, schwerere Fälle zusätzlich mit Clofazimin behandelt. Die Patienten, so der Autor, müssen nach Abschluss der Therapie noch längere Zeit nachbehandelt werden, weil Rückfälle oder Reaktionen auftreten können. Dabei wird mit Rückfallraten von ungefähr einem Prozent nach der Therapie gerechnet. Im ersten Jahr nach Abschluss der Kombinationstherapie erleiden fünf bis zehn Prozent der Patienten eine Leprareaktion.
Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 10. März 2006
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