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'Prävention nosokomialer Legionellosen', Version vom 22.05.2006, zum Druck erstellt am 24.07.2008 um 6:49 Uhr
Prävention nosokomialer Legionellosen
Zusammenfassung
Die Legionellen sind typische Besiedler von Trinkwassersystemen und können nach Übertragung auf den Menschen Influenza-ähnliche Infektionen (Pontiac-Fieber) sowie Pneumonien unterschiedlichen Schweregrades auslösen. Die jährliche Anzahl an Legionellosen in Deutschland ist nicht hinreichend bekannt und wird auf 10 000 bis 30 000 geschätzt, davon sind etwa 20 Prozent nosokomiale Legionellosen. Die Wirksamkeit verschiedener Verfahren zur Dekontamination sowohl auf die dauerhafte Entfernung von Legionellen aus dem Wasserleitungssystem als auch auf die Reduktion von Legionellosen ist nicht bewiesen. Zur Prävention müssen technische Mindestanforderungen an das Trinkwassersystem einer Klinik erfüllt sein, und Hochrisikopatienten muss legionellenfreies Wasser zur Verfügung gestellt werden. Ebenso notwendig ist die Etablierung einer Surveillance für nosokomiale Legionellosen, um im positiven Fall gezielte Untersuchungen durchzuführen. Mit diesen Maßnahmen ist eine Reduktion der im Krankenhaus erworbenen Legionellosen möglich. Eine vollständige Vermeidung aller nosokomialen Legionellosen wird kaum möglich sein.
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