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'Antibiotika beim Reizdarmsyndrom?', Version vom 18.10.2006, zum Druck erstellt am 25.07.2008 um 7:24 Uhr
Antibiotika beim Reizdarmsyndrom?
Das Deutsche Ärzteblatt (DÄ) berichtet in seiner Ausgabe vom 17. Oktober 2006 über eine Pilotstudie zum Einsatz eines Antibiotikums beim Reizdarmsyndrom. Das Reizdarmsyndrom gehört zu den zehn häufigsten Gesundheitsstörungen.
Der Artikel basiert auf den Ergebnissen einer kürzlich in den Annals of Internal Medicine (2006; 145: 557-563) publizierten randomisierten Studie. In der Studie wurde die Wirkung des nicht resorbierbaren Antibiotikums Rifaximin, das in den USA (aber nicht in Deutschland) zur Behandlung der Reisediarrhö zugelassen ist, im Vergleich zu Placebo an insgesamt 87 Patienten untersucht.
Anlass zur Durchführung der Studie waren Hinweise, dass zumindest bei einem Teil der Patienten eine Darminfektion der Auslöser der Erkrankung sein könnte. Die bei der Erkrankung häufig beobachteten Blähungen und Verkrampfungen lassen sich plausibel als Folge einer bakteriellen Fermentierung im Kolon interpretieren.
Die Behandlung mit Rifaximin führte zu einer Verbesserung der Beschwerden über das Therapieende hinaus. Die meisten Patienten wurden aber nicht völlig beschwerdefrei. Da die gefundenen Ergebnisse für eine generelle Therapieempfehlung nicht ausreichen, sollen sie nun in einer multizentrischen Studie überprüft werden./mk
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