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Bislang sind nur wenige epidemiologische Studien aus Europa publiziert worden. Die meisten dieser Studien kommen aus den USA. Seit Juli 2004 hat das Nationale Referenzzentrum für Systemische Mykosen eine Überwachungsstudie für Pilzinfektionen in Deutschland gestartet, um einen Überblick über die epidemiologische Situation systemischer Pilzinfektionen zu erhalten.
Klinische Laboratorien aus allen Teilen des Landes wurden gebeten, Pilzisolate aus primär sterilen Materialien dem NRZ zusammen mit Informationen über den Patienten einzusenden. Alle Pilzisolate wurden auf der Basis von Standard Verfahren differenziert. Die Tests zur Enpfindlichkeitsprüfung gegenüber Antimykotika wurden mit dem Etest nach Vorgaben des Herstellers und nach den Testvorschriften des CLSI durchgeführt. Diese beiden Methoden wurden weiterhin miteinander verglichen.
Es wird die Entwicklung dieses Projektes in den letzten Jahren dargestellt. Die Ergebnisse von Januar 2007 zeigen folgendes Spektrum: 59,6% C. albicans, 18,5% C. glabrata, 7,0% C. parapsilosis und 6,7% C. tropicalis. Weiterhin auch eine Vielzahl von seltenen Candida spp., deren pathogene Bedeutung für die Zukunft noch abgeklärt werden muss. Insgesamt war der Anteil an Nicht-albicans-Spezies mit 40,4% hoch, wenn auch das Spektrum der isolierten Pilzspezies in den einzelnen Zentren deutliche Unterschiede zeigte.
Ein Vergleich von E-Test und dem NCCLS-Verfahren zeigte eine gute Korrelation bei der Testung von 5-Fluorcytosin, jedoch eine deutlich eingeschränkte Korrelation beider Testverfahren im Fall von C. glabrata und Fluconazol.
Schlussfolgerung: Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Pilzinfektionen in Deutschland und bestätigen einen hohen Anteil von Non-albicans Spezies. Die Studie gibt zusätzlich Informationen über die Enpfindlichkeit gegenüber den in der Klinik gebräuchlichen Antimykotika in Deutschland. Diese ist derzeit noch als günstig einzustufen.
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