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Ringversuch Aspergillus-PCR |
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Utz Reichard, M. Borg-von Zepelin, R. Rüchel, M. Weig, U. Groß
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Vom Nationalen Referenzzentrum für Systemische Mykosen (Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinik Göttingen) wurde eine Studie mit dem Ziel der Evaluierung, Standardisierung und Verbesserung der Pilz-PCR-Diagnostik aus Blutproben initiiert. Insgesamt nehmen sechs Laboratorien aus Deutschland und Österreich teil. In einem Ringversuchs-artigen Aufbau wurde zunächst freie DNA, anschließend mit Pilzelementen versetzter Puffer oder versetztes EDTA-Blut versandt. Die gespikten Proben enthielten zwischen 10 und 10 000 vitale Zellen von Candida albicans, Aspergillus fumigatus – Keimlinge (Germlinge) oder A. fumigatus – Konidien pro Milliliter. Die von den Laboratorien eingesetzten Protokolle unterschieden sich sowohl hinsichtlich der Aufarbeitung der Proben für die PCR (insbesondere der eingesetzten Mittel zur Lyse der Pilzzellwand) als auch hinsichtlich der PCR-Technik (Konventionelle PCR, Nested-PCR, Light-Cycler). Als Zielsequenzen diente den meisten Laboratorien 18S rRNA kodierende Genabschnitte. Bislang vorliegende Ergebnisse bestätigen, dass die meisten Labore in der Lage sind gespikte Proben zu identifizieren. Allerdings erscheint die Sensitivität für niedrig positive Proben mit Zellzahlen von ≤ 100 / ml sowohl für C. albicans als auch für A. fumigatus laborabhängig teilweise nicht genügend. Falsch positive Befunde der Negativ-Kontrollen waren in den zuletzt durchgeführten Untersuchungen hingegen weniger problematisch. Hier könnte die PCR-Produktsequenzierung von positiv reagierender Proben weitere Verbesserung bringen (Ausschluss kontaminierender DNA medizinisch unbedeutender Umwelt-Pilze). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Pilz-PCR aus Blut weiterer Standardisierung bedarf, die sich an den Techniken der im niedrigen Nachweisbereich am besten abschneidenden Laboratorien orientieren sollte. Gerade hier ist eine Übereinstimmung mit der realen klinischen Situation am wahrscheinlichsten anzunehmen. Im Rahmen der Diagnostik systemischer Mykosen sollten zur Zeit sowohl negative als auch positive PCR-Befunde nur in enger Korrelation zu anderen Diagnostischen Verfahren bewertet werden. Inwieweit sich gespikte Proben tatsächlich für eine Simulation der klinischen Situation eignen ist zur Zeit noch unklar. Deshalb sollen in einer späteren Versuchsphase Proben aus einem Tiermodell (Kaninchen), falls möglich auch Patientenproben getestet werden. |
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