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Bericht von der „Working Group on Pseudallescheria / Scedosporium Infection“(PSI) der European Confederation of Medical Mycology (ECMM).

 

 

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Barbara Sterzik, Regine Horré, Sybren de Hoog

BfArM
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
E-Mail: sterzik@bfarm.de
 
 

 

 

 

Die Arbeitsgruppe wurde 2002 auf dem ECMM Kongress in Budapest gegründet und ist seit Januar 2007 auch offiziell eine Arbeitsgruppe der International Society for Human and Animal Mycology (ISHAM) und bezeichnet sich als ECMM-ISHAM Working Group. Sie kooperiert mit der „Australian Scedosporium Study Group“ sowie mit der „Spanish Scedosporium prolificans Study Group“. Vorgestellt werden die Aufgaben, die unter www.Scedosporium-ECMM.com eingehender beschrieben sind, sowie die Ergebnisse der letzten Monate. Hervorgehoben werden hierbei die folgenden Ergebnisse:

  • Aufgrund molekular-biologischer Untersuchungen wurden neue Spezies und Subspezies beschrieben. Anhand von in vitro Resistenztestungen konnten deutliche Unterschiede bei der Empfindlichkeit der neuen Spezies gegenüber antimykotischen Substanzen nachgewiesen werden. Scedosporium aurantiacum sp. nov., welches ein gelbes Pigment bilden kann, zeigte die höchste Resistenzrate. Somit lässt sich eine klinische Signifikanz bei den einzelnen Spezies vermuten.
  • Untersuchungen zum natürlichen Vorkommen von Scedosporien in der Umwelt mittels eines neuen Selektivmediums belegten die These, dass das Vorkommen dieser Pilze in von Menschen unbelasteten Gebieten selten ist und mit zunehmender industrieller Belastung proportional korreliert.
  • Fallberichte nach Beinah-Ertrinken, auch in Zusammenhang mit Tsunami
  • Fallberichte und Studien zum Vorkommen bei Patienten mit Zystischer Fibrose und disseminierte Infektionen nach Lungentransplantationen.
  • Analyse von 688 Case-Reports zu Pseudallescheria boydii (526) und zu Scedosporium prolificans (162) und Ergebnis des Vergleichs von Infektionen durch diese Pilze.
  • Bericht zur Aktualisierung der Databank mit Vereinfachung der Anwendung

Am Ende wurde auf das diesjährige  Arbeitsgruppentreffen am 7./8. Juni in Angers, Frankreich hingewiesen. Anmeldungen sind an Jean-Philippe Bouchara (jean-philippe.bouchara@univ-angers.fr) zu richten.