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Invasive Pilzinfektionen sind eine wichtige Ursache der Morbidität und Mortalität nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation.
In einer internationalen randomisierten Doppelblindstudie verglichen wir orales Posaconazol mit oralem Fluconazol zur Prophylaxe gegen invasive Pilzinfektionen bei Patienten mit Graft-versus-host Disease (GVHD), die eine immunsuppressive Therapie erhielten. Der primäre Endpunkt war die Inzidenz bestätigter oder vermuteter invasiver Pilzinfektionen von der Randomisierung bis zum Tag 112 der festen Behandlungsdauer der Studie.
Von insgesamt 600 Patienten wurden 301 der Behandlung mit Posaconazol und 299 der Behandlung mit Fluconazol zugeteilt. Am Ende der festgelegten Behandlungsdauer von 112 Tagen erwies sich Posaconazol als genauso wirksam wie Fluconazol in der Prophylaxe aller invasiven Pilzinfektionen (Inzidenz 5,3% bzw. 9,0%; Odds Ratio 0,56; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,30 bis 1,07; p=0,07) und war Fluconazol in der Prophylaxe bestätigter oder vermuteter invasiver Aspergillosen überlegen (2,3% vs. 7,0%; Odds Ratio 0,31; 95%-KI 0,13 bis 0,75; p=0,006). Während die Patienten Studienmedikamente erhielten (Expositionsdauer), traten in der Posaconazol-Gruppe im Vergleich zur Fluconazol-Gruppe weniger Durchbruchinfektionen auf (2,4% vs. 7,6%, p=0,004), vor allem invasive Aspergillosen (1,0% vs. 5,9%, p=0,001). Die Gesamtmortalität war in beiden Gruppen etwa gleich, doch die Anzahl der Todesfälle durch invasive Pilzinfektionen war in der Posaconazol-Gruppe niedriger (1% vs. 4% in der Fluconazol-Gruppe; p=0,046). Die Inzidenz von behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen war in beiden Gruppen etwa gleich (36% in der Posaconazol-Gruppe und 38% in der Fluconazol-Gruppe), und die Raten behandlungsbedingter schwerwiegender unerwünschter Ereignisse betrugen 13% bzw. 10%.
Posaconazol war ähnlich wirksam wie Fluconazol zur Prophylaxe gegen Pilzinfektionen bei Patienten mit GVHD. In der Prophylaxe der invasiven Aspergillose und der Senkung der Rate der Todesfälle durch Pilzinfektionen war Posaconazol überlegen. (NEJM 2007; 356:335-347)
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